Gut ein Jahr nach Gründung von «Natur in Basel» hat der Verein bereits rund 60 Basler Gartenbesitzer und -besitzerinnen für mehr Biodiversität beraten. Aus einem Pilotprojekt ist ein dauerhaftes, kostenfreies Angebot entstanden. Mehrere Hektar Privatbesitz können so in den nächsten Jahren biodivers aufgewertet werden. Das Ziel von «Natur in Basel» ist es, mehr Lebensraum für Pflanzen, Bienen, Schmetterlinge, Vögel und andere Tiere zu schaffen – und gleichzeitig mehr Wohlfühlorte für Menschen. Ob Vorgarten, Innenhof, Balkon oder Hausfassade, jede Fläche zählt, um die biologische Vielfalt im Siedlungsraum zu fördern. Auch Genossenschafts- und Immobilienverwaltungen unterstützt der Verein bei der Gestaltung ihrer Grünflächen. «Natur in Basel» wird von Spenden und durch Beiträge von Stiftungen, unter anderem der Christoph Merian Stiftung finanziert.
Kostenfreie und persönliche Beratung
Privaten Besitzern, Baugenossenschaften oder Immobilienverwaltungen fehlt häufig das fachliche Wissen, wie ihre Grünflächen naturnah und biodivers umgestaltet oder aufgewertet werden können. Hier setzt «Natur in Basel» mit seinem kostenfreien Beratungsangebot an.
Die Experten von «Natur in Basel» – Biologen und Naturgärtner – besuchen die Gärten persönlich und entwickeln gemeinsam mit den Besitzenden eine individuelle Skizze und ein ausführliches Dossier. Dieses enthält konkrete Vorschläge zur Umgestaltung, Pflanzenlisten und viele praktische Tipps und weiterführende Informationen, auch für die Pflege und den Unterhalt eines biodiversen Gartens. Die Eigentümerschaft kann anschliessend die Flächen selbst umgestalten oder damit einen gewerblichen Gartenbaubetrieb beauftragen. Neu berät der Verein auch Personen, welche nur einen Balkon biodivers bepflanzen können.
Die Rückmeldungen sind durchwegs positiv: Viele Gärtner und Gärtnerinnen sind sehr zufrieden mit der Beratung und setzen die Empfehlungen noch im gleichen Jahr nach der Beratung um. Sie berichten von mehr Freude an ihrem Garten und wissen, was Sie für mehr Biodiversität tun können. Eine Umfrage 2024 bestätigt die hohe Zufriedenheit mit dem Angebot.
Habitate im Sinne der Schwammstadt
Sowohl kleine als auch grössere private Grünflächen im Siedlungsraum haben umfassendes Potential für Habitate für Tiere und Pflanzen und zur Vernetzung von Lebensräumen. Die Biodiversität von privaten und öffentlichen Grünflächen soll sich
ergänzen, um mehr Lebensqualität für die Menschen und zum Wohle der Natur zu schaffen.
Nebenbei wird das Stadtklima verbessert: Durch mehr Pflanzen, weniger versiegelte Flächen und neue Naturvernetzungen entsteht eine klimaresiliente, lebendige Stadt – ganz im Sinne der Schwammstadt Basel und des kantonalen Biotopverbundkonzepts.
«Ein zentrales und bisher zu wenig beachtetes Thema ist die Biodiversität in Privatgärten. Diese Lücke füllt der Verein Natur in Basel mit seinem Beratungsangebot», sagt Jürg Stöcklin, Co-Präsident des Vereins.
Weitere Informationen finden sie auf der Webseite von Natur in Basel
Hier finden sie den Flyer als PDF